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ADVENTSMÄRT NATERS 2005
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HOLZSCHNITTE IN SERIEN
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"Tässelmannji" und "Tässelfrowji" 72x102cm (Tessel-Mann, Tessel-Frau)
WAS SIND TÄSSELN
Holzbrettchen mit eingeschnitzten Hauszeichen (Zeichen für Familien vor ca. 1950). Diese wurden für die
Benutzungsrechte des "Wässerwasser" (Wasserrechte) genutzt, dass die Bauern mittels "Wasserleite" (Waserkanal,
Suonen) auf die "Matte" (Wiesen) leiteten. Da das Wasser 24 Stunden lief, musste man eine Stundenplan haben.
Dieser wurde mittels den «Tässeln» eingeteilt.
Def. nach: Ferienregion Lötschberg und seine Kultur
Schon lange bevor die heutigen Kreditkarten erfunden wurden, war bei uns etwas Ähnliches in Gebrauch. Die Rede
ist von den Tässle. Tässle sind eigentlich Datenträger aus Holz - Holzstücke, in denen Informationen eingeschnitzt wurden.
Mit den Tässle wurden wichtige Rechte geregelt. So waren die Zeiten während ein Bauer das Wasser auf seine Wiesen
leiten konnte, die Benützung des dörflichen Backhauses und anderer Anlagen, die der dörflichen Gemeinschaft gehörten,
auf solchen Holzstücken fixiert.
Def. nach: Wallis-Online Mundart, Visperterminen
«Tässla»: Tessel; Mehrzahl: Tässle; lateinisch: tessera: ein hölzernes Täfelchen mit Kennzeichen. Die Tässle spielten
hier früher eine sehr grosse Rolle. Alle Rechte der einzelnen Genossenschafter und der einzelnen Eigentümer einer
Sommeralpe wurden auf die Tässle geschrieben. Eine «Tässla» bestand aus einem kleinen Holzbrettchen, auf dem das
Hauszeichen des Besitzers eingebrannt oder eingeschnitzt war. Dazu wurden ganz bestimmte Zeichen für Rechte, die alle
kannten, eingeritzt. Die Rechte des betreffenden Eigentümers wurden so genau festgehalten. Die Täfelchen hatten ein
Loch und wurden an eine Schnur gezogen und fest verschnürt. Ein bevollmächtigter Vogt musste sie verwahren und verwalten.
Die Wässerwasser, die Sommeralpen, die Kapellen und sogar die Gläubiger hatten ihre Tässle.

"Herz" und "König des Wallis" 72x102cm (Tessel-Mann, Tessel-Frau)


"enerGie" 72x102cm "Matterhorn" 50x70cm

Holzschnitt-Galerie